Einführung in das gewerbliche Mietrecht Teil IV Pflichten der Vertragsparteien
Betriebspflicht
Im Bereich des gewerblichen Mietrechts ist es möglich, dass der Vermieter mit dem Mieter eine Betriebspflicht vereinbart. Grundsätzlich ist der Mieter zwar berechtigt nicht jedoch verpflichtet, die von ihm gemietete Sache auch zu nutzen. Es kann jedoch ein gesteigertes Interesse des Vermieters bestehen, dass die gemieteten Gewerberäume auch genutzt werden. Ein solches Interesse besteht insbesondere bei Vermietern von Einkaufszentren oder ähnlichem. Hier wird die Attraktivität des Objektes ganz wesentlich auch vom Vermietungstand beeinflusst. Der Vermieter hat deshalb ein großes Interesse daran, eine Betriebspflicht mit in den Mietvertrag aufzunehmen.
Ob eine Betriebspflicht konkludent vereinbart werden kann, ist umstritten. Das OLG Köln hat aus der Vertragsklausel „Zum Betriebe von....vermietet“ eine solche Betriebspflicht abgeleitet (NZM 02/345).
Eine Vereinbarung der Betriebspflicht in AGB ist unproblematisch, ein Verstoß gegen § 307 BGB liegt nicht vor (OLG Hamburg ZMR 02/254).
Verstößt der Mieter gegen die Betriebspflicht, so ist der Vermieter zu einer fristlosen Kündigung berechtigt. Er kann jedoch die Betriebspflicht auch gerichtlich durchsetzen lassen. Die Vollstreckung erfolgt dann durch Festsetzung eines Zwangsgeldes (NJW-RR 96/585).
Erhaltung und Instandsetzung
Der Mieter ist gemäß §§ 554 I, 578 II BGB verpflichtet Erhaltungsarbeiten an dem Mietobjekt im normalen Rahmen zu dulden. Zu den Erhaltungsarbeiten gehören Ausbesserungs- oder Erneuerungsarbeiten, ebenso Arbeiten rein vorbeugender Art. Dies kann auch dazu führen, dass der Mieter zur vorübergehenden Räumung der Mietsache verpflichtet ist. Allerdings besteht auch bei der Durchführung von Erhaltungsabreiten die Möglichkeit die Miete zu mindern.
Die Instandsetzung einer Mietsache obliegt hingegen grundsätzlich dem Vermieter. Jedoch ist es ihm möglich, diese Pflichten auf den Mieter vertraglich abzuwälzen. Im Gegensatz zum Wohnraummietrecht ist eine Begrenzung dieses Betrages nicht nötig. Die Instandhaltungs- und Instandsetzungspflichten können dem Mieter also unbeschränkt auferlegt werden, soweit sie durch den Mietgebrauch veranlasst sind, im Risikobereich des Mieters liegen, sich auf den inneren Bereich des Mietobjektes beziehen und das Mietobjekt zu Beginn in einem einwandfreien Zustand war.
Konkurrenzschutzklausel
Eine Konkurrenzschutzklausel schützt den Mieter davor, dass der Vermieter in anderen Räumen auf dem gleichen Gründstück oder auf einem ihm gehörenden Nachbargrundstück an ein Wettbewerbsunternehmen des Mieters vermietet oder darin ein solches Unternehmen selbst betreibt.
Der Konkurrenzschutz erstreckt sich grundsätzlich nur auf das Hauptsortiment des Mieters. Unter Hauptsortiment sind diejenigen Waren und Dienstleistungen zu verstehen, die den Kern des Geschäftes bestimmen. Ein Nebenprodukt ist dann ein Produkt, welches weniger als 5 % zum Gesamtumsatz beiträgt. Durch eine Konkurrenzschutzklausel kann natürlich nicht jegliche Konkurrenz ausgeschaltet werden. Wie weit im räumlichen Sinne eine solche Klausel wirkt, hängt stark vom Einzelfall ab, so z.B. ob es sich um eine belebte Einkaufsstraße in einer Großstadt handelt oder um einem kleinen Ort, um ein Einkaufszentrum oder ein einzelnes Ladengeschäft.
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Rechtsanwalt Stefan Renz studierte Jura an der Ernst-Moritz-Arndt Universität Greifswald, der Lancaster University / Großbritannien mit Schwerpunkt Internationales Wirtschaftsrecht und der Universität Leipzig. Er ist seit 2006 Partner bei Brennecke & Partner im Standort Leipzig.
Seit einer Gesetzesänderung zum 01.06.2007 dürfen Anwälte generell vor allen Amts-, Land- und Oberlandesgerichten auftreten; wir stehen Ihnen für die gerichtliche Vertretung gerne zur Verfügung.
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- Immobilienrecht, insbesondere gewerbliches Mietrecht, Wohnungseigentumsrecht und Maklerrecht
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Rechtsanwalt Peter Hesse studierte Rechtswissenschaften in Potsdam. Er ist seit 2006 Partner bei Brennecke & Partner sowie Gründer und Geschäftsführer des Standortes Potsdam.
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Während seines Studium und des Referendariats am Landgericht Potsdam war Rechtsanwalt Peter Hesse als Leistungssportler in der 1. und 2. Bundesliga in der Sportart Ringen tätig.
Rechtsanwalt Peter Hesse ist Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht
und Autor eines Blog´s zu Themen des Miet- und Wohnungseigentumsrechts.
Besondere Angebote:
"Wer kauft schon gern die Katze im Sack"
"Unterstützung von Führungskräften und Mitarbeitern im Mietrecht - Beratungsflatrates"
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Darüber hinaus liegen seine Interessen im Bereich des
Rechtsanwalt Peter Hesse ist Mitglied im
- BWE - Bund der Wohnungs- und Grundeigentümer e.V., 1. Vorsitzender im Kreisverband Potsdam
- DAV - Deutscher Anwaltsverein e.V.
- Potsdamer Anwaltsverein e.V.
- Arbeitsgemeinschaft Sportrecht im DAV
- Präsidiumsmitglied Ringerclub "RC Germania" Potsdam e.V.
- Präsidiumsmitglied Ringerverband Brandenburg e.V.
Veröffentlichungen
- "Das Wohnungseigentum - Eine Einführung für den Praktiker", Hesse/Renz, Verlag für Mittelstand und Recht 2007, ISBN 978-3-939384-09-0,
- "Beschlusskompetenz der Wohnungseigentümer bei Instandhaltung von Fenstern", Rechtsanwälte informieren, Potsdam am Sonntag, 13.12.2009,
- "Wann darf der WEG-Verwalter Zustimmung zur Wohnungsveräußerung verweigern?", Rechtsanwälte informieren, Potsdam am Sonntag, 08.11.2009,
- "Der mietrechtliche Kündigungsverzicht: Wann kann dieser unwirksam sein?", Rechtsanwälte informieren, Potsdam am Sonntag, 11.10.2009,
- "Die Betriebskostenabrechnung: Erleichterungen für den Vermieter", Rechtsanwälte informieren, Potsdam am Sonntag, 20.09.2009,
- "Schallschutz einer Eigentumswohnung: Kann der Mieter bei Änderung mindern?", Rechtsanwälte informieren, Potsdam am Sonntag, 07.08.2009,
- "Neue Kosten für den Vermieter – Unwirksame Endrenovierungsklausel", Rechtsanwälte informieren, Potsdam am Sonntag, 12.07.2009,
- "Krisenmanagement: Schadensminimierung durch so genannte „Ausfrierung“, Rechtsanwälte informieren, Potsdam am Sonntag, 14.06.2009,
- "Wohnung zu klein - Muss Verieter mit fristloser Kündigung rechnen?", Rechtsanwälte informieren, Potsdam am Sonntag, 10.05.2009,
- "Hausverkäufer aufgepasst: Wieweit geht die Aufklärungspflicht bei Asbest", Rechtsanwälte informieren, Potsdam am Sonntag, 15.04.2009,
- "Neues für den vermieter: Endrenovierung - eine ganz neue Möglichkeit?", Rechtsanwälte informieren, Potsdam am Sonntag, 08.03.2009,
- "Muss Vermieter die Elektroleitungen und Elektrogeräte regelmäßig inspizieren?", Rechtsanwälte informieren, Potsdam am Sonntag, 14.12.2008,
- "Muss der Wohnungsverkäufer über riskante Entwicklung eines Mietpool aufklären?", Rechtsanwälte informieren, Potsdam am Sonntag, 26.10.2008,
- "Dürfen Vermieter ein Pavillionzelt auf der Terasse verbieten?", Rechtsanwälte informieren, Potsdam am Sonntag, 24.08.2008,
- "Darf Vermieter Zuschlag bei unwirksamer Schönheitsreparaturklausel verlangen?", Rechtsanwälte informieren, Potsdam am Sonntag, 27.07.2008,
- "Müssen Hausmeisterkosten in der Betriebskostenabrechung konkretisiert werden?", Rechtsanwälte informieren, Potsdam am Sonntag, 25.05.2008,
- "Beginnt die Betriebskostenabrechungsfrist bei Anerkenntnis durch Mieter neu?", Rechtsanwälte informieren, Potsdam am Sonntag, 27.04.2008,
- "Wie sind Betriebskosten im Wohnungsmietrecht abzurechnen", Rechtsanwälte informieren, Potsdam am Sonntag, 23.03.2008,
- "Hausgeldrückstände – Zwangsverwaltung von Wohnungseigentum: 3. Teil", Rechtsanwälte informieren, Potsdam am Sonntag, 24.02.2008,
- "Hausgeldrückstände – Zwangsversteigerung von Wohnungseigentum: 2. Teil", Rechtsanwälte informieren, Potsdam am Sonntag, 27.01.2008,
- "Hausgeldrückstände – Zwangsversteigerung von Wohnungseigentum: 1. Teil", Rechtsanwälte informieren, Potsdam am Sonntag, 16.12.2007,
- "Muss Mieter anteilige Kosten für nicht fällige Schönheitsreparaturen übernehmen?", Rechtsanwälte informieren, Potsdam am Sonntag, 28.10.2007,
- "Hausverwaltung veruntreut Gelder: Haftet die Wohnungseigentümergemeinschaft?", Rechtsanwälte informieren, Potsdam am Sonntag, 26.08.2007,
- "Internetsurfen während der Arbeitszeit - Kündigung zulässig?", Rechtsanwälte informieren, Potsdam am Sonntag, 29.07.2007,
- "Nebenkostenabrechnung - Müssen "nichtumlagefähige" Nebenkosten enthalten sein?", Rechtsanwälte informieren, Potsdam am Sonntag, 27.05.2007,
- "Nebentätigkeit während der Arbeitsunfähigkeit - Kündigungsgrund?", Rechtsanwälte informieren, Potsdam am Sonntag, 25.03.2007,
- "Unwirksamkeit "starrer" Quotenklauseln in Mietverträgen", Rechtsanwälte informieren, Potsdam am Sonntag, 28.02.2007,
- "Haftung des WEG-Verwalters bei Schäden im Sondereigentum", Rechtsanwälte informieren, Potsdam am Sonntag, 20.01.2007,
- "Offene Kritik am Arbeitgeber", Rechtsanwälte informieren, Potsdam am Sonntag, 17.12.2006,
- "Gebrauch: Zulässige Nutzung zu Wohnzwecken", Der Miet-Rechtsberater, Juli 2005, Seite 179;
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