Einführung in das gewerbliche Mietrecht Teil III Die Miete
Der Mieter ist in erster Linie zur Zahlung der Miete verpflichtet. Die Höhe der Miete muss im Mietvertrag festgelegt sein. Die Miete bei Mietverträgen über Räumlichkeiten ist immer am dritten Werktag eines Monats fällig (§§ 579 II, 556b I BGB). Soll die Miete zu einem anderen Zeitpunkt fällig werden, so kann dies vertraglich vereinbart werden.
Die Miethöhe unterliegt als Preisvereinbarung nicht der AGB-Kontrolle in Formularverträgen.
Grundsätzlich unterliegen Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung gemäß § 4 Nr. 12 UStG nicht der Umsatzsteuerpflicht. Trotzdem ist es dem Vermieter nach § 9 UStG möglich auf diese Steuererleichterung zu verzichten und auf die Miete Umsatzsteuer zu erheben. Der Mieter ist zur Zahlung der Umsatzsteuer nur verpflichtet, wenn dies eindeutig im Mietvertrag so festgelegt ist, oder wenn sich der Vermieter die Umsatzsteueroption bei Vertragsschluss eindeutig offen gelassen hat. Hat der Vermieter zur Umsatzsteuerzahlung optiert, so fallen unter die Umsatzsteuerpflicht auch Vorauszahlungen auf die Betriebskosten.
Neben oder statt der einfachen Grundmiete gibt es weitere Gestaltungsmöglichkeiten der Miete. Dazu zählen insb. die Umsatzmiete, die Staffelmiete und die Miete mit Wertsicherungsklausel
Bei der Umsatzmiete wird die Höhe der zu entrichtenden Miet ganz oder teilweise vom Umsatz des Mieters abhängig gemacht. Bei einer vollständigen Abhängigkeit der Miete vom Umsatz nimmt der Vermieter voll am unternehmerischen Risiko des Mieters teil, d.h. es kann u.U. zu einem vollständigen Mietausfall kommen.
Eine Staffelmietvereinbarung ermöglicht eine Erhöhung der Miete in regelmäßigen Zeitabständen. Dabei kann eine betragsmäßige als auch eine prozentuale Steigerung der Miete vereinbart werden.
Bei Wertsicherungs- oder auch Gleitklauseln tritt eine automatische Mietanpassung unter bestimmten Voraussetzungen eine. Die Entwicklung der Miete wird dabei an den Verbraucherpreisindex des statistischen Bundesamtes angelehnt. Erhöht sich dieser Index um einen bestimmten Betrag, so erhöht sich die Miete ebenfalls um diese Steigerung.
Nebenkosten
Neben der Kaltmiete als Nutzungsentgelt sind auch regelmäßig die Betriebskosten (oder Nebenkosten) Bestandteil der Miete. Die Umlage der Betriebskosten auf den Mieter muss ausdrücklich vereinbart werden, da die Betriebskosten gemäß § 535 I 3 BGB eigentlich vom Vermieter zu tragen sind. Dabei sind die vom Mieter zu tragenden Kosten einzeln aufzuführen, die Formulierung „die Betriebskosten trägt der Mieter“ sind von der Rechtsprechung wiederholt als unwirksam angesehen worden (ZMR 03/22).
Die Abrechnung der Nebenkosten muss ebenfalls einigen Anforderungen genügen.
Es muss in der Abrechnung mindestens
- eine Zusammenstellung der Gesamtkosten
- die Angabe und Erläuterung des zugrunde gelegten Verteilerschlüssels
- die Berechnung des Anteils des Mieters
- der Abzug der Vorauszahlungen des Mieters
enthalten sein.
Die aus dem Wohnraummietrecht bekannte einjährige Abrechnungsfrist gilt im gewerblichen Mietrecht nicht. Es kann jedoch unter Umständen bei einem zu langen Zeitraum zwischen Abrechnungszeitraum und der Abrechnung selbst eine Verwirkung eintreten.
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Rechtsanwalt Stefan Renz studierte Jura an der Ernst-Moritz-Arndt Universität Greifswald, der Lancaster University / Großbritannien mit Schwerpunkt Internationales Wirtschaftsrecht und der Universität Leipzig. Er ist seit 2006 Partner bei Brennecke & Partner im Standort Leipzig.
Seit einer Gesetzesänderung zum 01.06.2007 dürfen Anwälte generell vor allen Amts-, Land- und Oberlandesgerichten auftreten; wir stehen Ihnen für die gerichtliche Vertretung gerne zur Verfügung.
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Während des Referendariates war Rechtsanwalt Stefan Renz u.a. für eine große deutsche Wirtschaftskanzlei in Moskau tätig.
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Stefan Renz ist überwiegend tätig in den Bereichen
- Immobilienrecht, insbesondere gewerbliches Mietrecht, Wohnungseigentumsrecht und Maklerrecht
- Gesellschaftsrecht
- Vertragsrecht
Rechtsanwalt Stefan Renz ist Mitglied in der
- Vereinigung für deutsch-russisches Wirtschaftsrecht e.V.
Rechtsanwalt Peter Hesse studierte Rechtswissenschaften in Potsdam. Er ist seit 2006 Partner bei Brennecke & Partner sowie Gründer und Geschäftsführer des Standortes Potsdam.
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Während seines Studium und des Referendariats am Landgericht Potsdam war Rechtsanwalt Peter Hesse als Leistungssportler in der 1. und 2. Bundesliga in der Sportart Ringen tätig.
Rechtsanwalt Peter Hesse ist Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht
und Autor eines Blog´s zu Themen des Miet- und Wohnungseigentumsrechts.
Besondere Angebote:
"Wer kauft schon gern die Katze im Sack"
"Unterstützung von Führungskräften und Mitarbeitern im Mietrecht - Beratungsflatrates"
"Unterstützung von Führungskräften und Mitarbeitern im WEG-Recht - Beratungsflatrate"
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Rechtsanwalt Peter Hesse ist überwiegend tätig in den Bereichen
- Immobilienrecht - hier insbesondere Wohnungseigentumsrecht, (gewerbliches) Miet- und Maklerrecht
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Darüber hinaus liegen seine Interessen im Bereich des
Rechtsanwalt Peter Hesse ist Mitglied im
- BWE - Bund der Wohnungs- und Grundeigentümer e.V., 1. Vorsitzender im Kreisverband Potsdam
- DAV - Deutscher Anwaltsverein e.V.
- Potsdamer Anwaltsverein e.V.
- Arbeitsgemeinschaft Sportrecht im DAV
- Präsidiumsmitglied Ringerclub "RC Germania" Potsdam e.V.
- Präsidiumsmitglied Ringerverband Brandenburg e.V.
Veröffentlichungen
- "Das Wohnungseigentum - Eine Einführung für den Praktiker", Hesse/Renz, Verlag für Mittelstand und Recht 2007, ISBN 978-3-939384-09-0,
- "Beschlusskompetenz der Wohnungseigentümer bei Instandhaltung von Fenstern", Rechtsanwälte informieren, Potsdam am Sonntag, 13.12.2009,
- "Wann darf der WEG-Verwalter Zustimmung zur Wohnungsveräußerung verweigern?", Rechtsanwälte informieren, Potsdam am Sonntag, 08.11.2009,
- "Der mietrechtliche Kündigungsverzicht: Wann kann dieser unwirksam sein?", Rechtsanwälte informieren, Potsdam am Sonntag, 11.10.2009,
- "Die Betriebskostenabrechnung: Erleichterungen für den Vermieter", Rechtsanwälte informieren, Potsdam am Sonntag, 20.09.2009,
- "Schallschutz einer Eigentumswohnung: Kann der Mieter bei Änderung mindern?", Rechtsanwälte informieren, Potsdam am Sonntag, 07.08.2009,
- "Neue Kosten für den Vermieter – Unwirksame Endrenovierungsklausel", Rechtsanwälte informieren, Potsdam am Sonntag, 12.07.2009,
- "Krisenmanagement: Schadensminimierung durch so genannte „Ausfrierung“, Rechtsanwälte informieren, Potsdam am Sonntag, 14.06.2009,
- "Wohnung zu klein - Muss Verieter mit fristloser Kündigung rechnen?", Rechtsanwälte informieren, Potsdam am Sonntag, 10.05.2009,
- "Hausverkäufer aufgepasst: Wieweit geht die Aufklärungspflicht bei Asbest", Rechtsanwälte informieren, Potsdam am Sonntag, 15.04.2009,
- "Neues für den vermieter: Endrenovierung - eine ganz neue Möglichkeit?", Rechtsanwälte informieren, Potsdam am Sonntag, 08.03.2009,
- "Muss Vermieter die Elektroleitungen und Elektrogeräte regelmäßig inspizieren?", Rechtsanwälte informieren, Potsdam am Sonntag, 14.12.2008,
- "Muss der Wohnungsverkäufer über riskante Entwicklung eines Mietpool aufklären?", Rechtsanwälte informieren, Potsdam am Sonntag, 26.10.2008,
- "Dürfen Vermieter ein Pavillionzelt auf der Terasse verbieten?", Rechtsanwälte informieren, Potsdam am Sonntag, 24.08.2008,
- "Darf Vermieter Zuschlag bei unwirksamer Schönheitsreparaturklausel verlangen?", Rechtsanwälte informieren, Potsdam am Sonntag, 27.07.2008,
- "Müssen Hausmeisterkosten in der Betriebskostenabrechung konkretisiert werden?", Rechtsanwälte informieren, Potsdam am Sonntag, 25.05.2008,
- "Beginnt die Betriebskostenabrechungsfrist bei Anerkenntnis durch Mieter neu?", Rechtsanwälte informieren, Potsdam am Sonntag, 27.04.2008,
- "Wie sind Betriebskosten im Wohnungsmietrecht abzurechnen", Rechtsanwälte informieren, Potsdam am Sonntag, 23.03.2008,
- "Hausgeldrückstände – Zwangsverwaltung von Wohnungseigentum: 3. Teil", Rechtsanwälte informieren, Potsdam am Sonntag, 24.02.2008,
- "Hausgeldrückstände – Zwangsversteigerung von Wohnungseigentum: 2. Teil", Rechtsanwälte informieren, Potsdam am Sonntag, 27.01.2008,
- "Hausgeldrückstände – Zwangsversteigerung von Wohnungseigentum: 1. Teil", Rechtsanwälte informieren, Potsdam am Sonntag, 16.12.2007,
- "Muss Mieter anteilige Kosten für nicht fällige Schönheitsreparaturen übernehmen?", Rechtsanwälte informieren, Potsdam am Sonntag, 28.10.2007,
- "Hausverwaltung veruntreut Gelder: Haftet die Wohnungseigentümergemeinschaft?", Rechtsanwälte informieren, Potsdam am Sonntag, 26.08.2007,
- "Internetsurfen während der Arbeitszeit - Kündigung zulässig?", Rechtsanwälte informieren, Potsdam am Sonntag, 29.07.2007,
- "Nebenkostenabrechnung - Müssen "nichtumlagefähige" Nebenkosten enthalten sein?", Rechtsanwälte informieren, Potsdam am Sonntag, 27.05.2007,
- "Nebentätigkeit während der Arbeitsunfähigkeit - Kündigungsgrund?", Rechtsanwälte informieren, Potsdam am Sonntag, 25.03.2007,
- "Unwirksamkeit "starrer" Quotenklauseln in Mietverträgen", Rechtsanwälte informieren, Potsdam am Sonntag, 28.02.2007,
- "Haftung des WEG-Verwalters bei Schäden im Sondereigentum", Rechtsanwälte informieren, Potsdam am Sonntag, 20.01.2007,
- "Offene Kritik am Arbeitgeber", Rechtsanwälte informieren, Potsdam am Sonntag, 17.12.2006,
- "Gebrauch: Zulässige Nutzung zu Wohnzwecken", Der Miet-Rechtsberater, Juli 2005, Seite 179;
- zahlreiche Aufsätze und Rechtsinfos zu den Themen: Wohnungseigentumsrecht, Miet- und Maklerrecht, Arbeitsrecht und Sportrecht
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