Brennecke & Partner Rechtsanwälte Logo

Gem. § 61 VVG ist ein Versicherer von der Verpflichtung zur Leistung frei, wenn der Versicherungsnehmer den Versicherungsfall vorsätzlich oder durch grobe Fahrlässigkeit herbei-führt.
Dieser Ausschluss der Leistungsverpflichtung des Versicherers gilt über den Bereich der Feu-erversicherung hinaus in der gesamten Schadensversicherung.
Vorliegend hat das OLG Koblenz (Az.: 10 U 193/02) den Begriff der groben Fahrlässigkeit im Zusammenhang mit der Haftung eines Feuerversicherers näher konkretisiert.
Allgemein handelt eine Person grob fahrlässig, wenn sie ihre Sorgfaltspflichten in gesteiger-tem Maße außer Acht lässt.
Im entschiedenen Fall nahm der Versicherungsnehmer seinen Feuerversicherer auf Zahlung des durch einen Brand entstandenen Schaden an seinem Wohnhaus in Höhe von 180.000 DM in Anspruch. Zu dem Brand kam es nach den Feststellungen des OLG Koblenz, weil der Ver-sicherungsnehmer einen zuvor zum Verbrennen von Papier und Pappe genutzten Grillkamin eine Stunde unbeaufsichtigt gelassen und deshalb den auf das Haus übergreifenden Funken-flug nicht bemerkt hatte.
Hierin liegt nach Ansicht des OLG Koblenz ein grob fahrlässiges Verhalten des Versiche-rungsnehmers. In dem Kamin habe sich noch nicht vollständig erloschene Asche und Glut befunden, die aufgrund der zweiseitigen Offenheit des Kamins und des herrschenden leichten Windes den in geringem Abstand zu dem Kamin befindlichen Holzstapel durch Funkenflug in Brand setzen konnte.
Dies hätte der Versicherungsnehmer erkennen können und müssen. Im Ergebnis hatte der Feuerversicherer daher gem. § 61 VVG nicht für den entstandenen Schaden aufzukommen.


Kontakt: info@brennecke-rechtsanwaelte.de
Stand: 31.01.2007


Wir beraten Sie gerne persönlich, telefonisch oder per Mail. Sie können uns Ihr Anliegen samt den relevanten Unterlagen gerne unverbindlich als PDF zumailen, zufaxen oder per Post zusenden. Wir schauen diese durch und setzen uns dann mit Ihnen in Verbindung, um Ihnen ein unverbindliches Angebot für ein Mandat zu unterbreiten. Ein Mandat kommt erst mit schriftlicher Mandatserteilung zustande.
Wir bitten um Ihr Verständnis: Wir können keine kostenlose Rechtsberatung erbringen.


Das Referat Versicherungsrecht wird bei Brennecke & Partner Rechtsanwälte betreut von:

Portrait Monika-Dibbelt Monika Dibbelt, Rechtsanwältin

Rechtsanwältin Monika Dibbelt berät und vertritt ihre Mandanten insbesondere bei allen Fragen um Allgemeine Versicherungsbedingungen, dem Versicherungsvertragsrecht, Fragen zur Begründung und Beendigung von Versicherungsverhältnissen, dem Recht der Versicherungsaufsicht unabhängig vom Versicherungstyp.
Sie berät und vertritt bei der Prüfung von Lebensversicherungsverträgen und Beraterhaftungsfällen in der Versicherungsvermittlung. Daneben berat Rechtsanwältin Dibbelt im Krankenversicherungsrecht und vertritt ihre Mandanten in gerichtlichen Verfahren.

Das besondere Interesse von Rechtsanwältin Dibbelt liegt im Bereich der Betrieblichen Altersversorgung sowie versicherungsrechtlichen Fragestellungen im Rahmen von Insolvenzen.

Kontaktieren Sie Rechtsanwältin Dibbelt unter:
Mail: dibbelt@brennecke-rechtsanwaelte.de
Telefon: 0421-2241987-0

 

 

Gericht / Az.: OLG Koblenz (Az.: 10 U 193/02)
Normen: § 61 VVG






Wir bitten um Ihr Verständnis, dass wir keine kostenlose Rechtsberatung erbringen können.

Datenschutzerklärung


Mehr Beiträge zum Thema finden Sie unter:

RechtsinfosVersicherungsrechtFeuerversicherung
RechtsinfosVersicherungsrechtHaftpflichtversicherung
RechtsinfosHaftungsrecht



© 2002 - 2023

Ihr Rechtsanwalt vor Ort:


Datenschutzerklärung


Anfrage

Ich habe die Datenschutzerklärung zur Kenntnis genommen und willige in die Verarbeitung meiner Daten zur Bearbeitung meiner Anfrage ein. Die Einwilligung kann jederzeit widerrufen werden*

Wir bitten um Ihr Verständnis, dass wir keine kostenlose Rechtsberatung erbringen können.