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Unlauterkeit durch Rechtsbruch (§ 3a UWG)

Rechtsbruch, § 3a UWG

§ 3a UWG besagt, dass ein Verstoß gegen gesetzliche Vorschriften als unlauter gilt, wenn er einem Mitbewerber einen unfairen Vorteil verschafft. Im Lebensmittelrecht gibt es zahlreiche Marktverhaltensregelungen, die entsprechend § 3a UWG gesetzliche Vorschriften darstellen. Verstößt ein Unternehmen gegen eine dieser Regelungen, kann dies daher auch einen Verstoß gegen § 3a UWG begründen.

§ 3a UWG beschäftigt sich mit der Frage, ob eine geschäftliche Handlung deshalb als unlauter nach dem UWG einzustufen ist, weil sie gegen eine gesetzliche Vorschrift verstößt.

Allerdings ist nicht jeglicher Verstoß gegen eine gesetzliche Vorschrift zwangsweise vom Tatbestand des § 3a UWG erfasst. Entscheidend ist, ob die betreffende Vorschrift als sogenannte „Marktverhaltensregelung“ einzustufen ist.

Dies ist dann der Fall, wenn sie darauf abzielt, „das marktbezogene Verhalten im Interesse der Marktteilnehmer zu regeln“ (1). Darunter fallen verbraucherschützende Normen, aber auch Normen, die sonstige Marktteilnehmer oder Mitbewerber schützen.

Lebensmittelrechtliche Vorschriften sind häufig Marktverhaltensregeln im Sinne des § 3a UWG, da sie meist dem Schutz von Verbrauchern vor Täuschung, Irreführung oder Gesundheitsgefahren dienen (2).

Irreführende Informationen

Irreführende Informationen über Lebensmittel sind nach § 3a UWG unzulässig, wenn sie gegen gesetzliche Vorschriften verstoßen, die den Schutz der Verbraucherinteressen regeln. Im Lebensmittelrecht existieren diverse Regelungen, die in diesem Zusammenhang von Bedeutung sind.

Quellenindex:

(1): Streinz/Kraus, Lebensmittelrechts-Handbuch, VII. Verfahrensrecht Rn. 357

(2): Streinz/Kraus, Lebensmittelrechts-Handbuch, VII. Verfahrensrecht Rn. 358 ff.


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Portrait Rechtsanwalt Klaus G. Finck

Profil

Klaus G. Finck Rechtsanwalt, Steuerberater, Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht sowie Fachanwalt für Steuerrecht
Er ist Gründer und Namensgeber von FASP Finck & Partner. Sein Name steht für das „F“ in FASP. 1999 erhielt er den Förderpreis „Demokratie leben 1999“. Seit dem 28.06.2017 ist er zudem stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Bayerischen Akademie für Wirtschaftskommunikation eG, kurz BAW.

Leitsatz

„Überblick, Erfahrung und Hartnäckigkeit helfen, jedes erdenkliche Dickicht zu durchdringen und für den Mandanten den besten Weg zum Ziel zu finden.“

Tätigkeitsschwerpunkte

  • Wirtschafts- und Gesellschaftsrecht
  • Gestaltungsberatung
  • Unternehmensnachfolge
  • Heilberufe
  • Gelisteter Berater der KfW-Beraterbörse

Beruflicher Hintergrund

  • Rechtsanwalt seit 1981
  • Fachanwalt für Steuerrecht und Steuerberater seit 1984
  • Gründungsmitglied der Kanzlei 1986
  • Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht seit 2009

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  • Deutsche Anwalts- und Steuerberatervereinigung für die mittelständische Wirtschaft e.V.
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  • Steuerberaterkammer München
  • 1998-2004 Vorsitzender der Stiftung Seniorenhaus Grafing: Entwicklung eines Konzepts für ein wirtschaftlich tragfähiges und menschliches Miteinander älterer Mitbürger und dessen Umsetzung
  • Mitglied des Beirats und Kassenprüfer der Isarnetz UG (haftungsbeschränkt), der Veranstalter der Münchner Webwoche

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