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Gesellschaftsrecht in Europa - Polen - Teil 2: Die polnische Aktiengesellschaft (S.A.)


Autor(-en):
Harald Brennecke
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Insolvenzrecht
Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht
Fachanwalt für Gewerblichen Rechtsschutz
Brennecke & Partner Rechtsanwälte Fachanwälte mbB


Die polnische Aktiengesellschaft (S.A.)

 

1. Gründung

 

 

 

Die Aktiengesellschaft (spó³ka akcyjna) wird von einer oder mehreren Personen oder Gesellschaften gegründet und entsteht mit der Eintragung in das Gerichtsregister. Ihre Satzung muss von den Gründern unterschrieben und notariell beurkundet werden.

 

Das Grundkapital der AG beträgt mindestens 500.000 PLN. Eine Aktie muss einen Nominalwert von mindestens 1 grosz (100 groszy = 1 PLN) haben. Die Haftung der Aktiengesellschaft ist auf die Höhe des Grundkapitals begrenzt.

 

Die Firma der AG kann frei gewählt werden. Sie muss die Bezeichnung ,,spó³ka akcyjna`` enthalten, abgekürzt ,,S.A.``.

 

2. Gründungsgesellschaft

 

Mit der Übernahme aller Aktien entsteht die Aktiengesellschaft in Gründung, die bereits im eigenen Namen Rechte erwerben, Verpflichtungen eingehen oder klagen kann. Die Firma der S. K. muss in diesem Stadium den Zusatz ,,in Gründung´´ enthalten. Für die in der Gründungsphase eingegangenen Verpflichtungen haften die handelnden Personen und die Gesellschaft gesamtschuldnerisch. Mit der Eintragung ins staatliche Register entsteht die S. A. als juristische Person.

 

3. Mitgliedschaft des Aktionärs

 

Das Grundkapital der AG muss in Aktien mit gleichem Nennwert aufgeteilt sein. Die Aktien werden entweder als Inhaber- oder als Namensaktie ausgegeben. Daneben gibt es auch Stamm- und Vorzugsaktien. Letztere können besondere Rechte verbriefen z.B. eine höheren Anspruch auf Dividende. Neuerdings sind sog. Bezugsberechtigungsscheine hinzugekommen. Diese versetzen ihren Inhaber in die Lage, neue Aktien zu zeichnen oder zu übernehmen.

 

Der Anspruch auf Auszahlung der Dividende entsteht, wenn im jährlich anzufertigenden Finanzbericht ein Gewinn ausgewiesen ist. Darüber hinaus muss die Hauptversammlung einen Beschluss über die Ausschüttung fassen.

 

 

4. Organe der polnischen Aktiengesellschaft

 

Jede AG muss über eine Hauptversammlung, einen Vorstand und einen Aufsichtsrat verfügen. Die Hauptversammlung ist das oberste Organ der AG. Die ordentliche Hauptversammlung wird innerhalb von 6 Monaten nach dem Ende jeden Geschäftsjahres einberufen, wenn die Satzung es vorsieht oder der Vorstand bzw. der Aufsichtsrat es für erforderlich halten. Der Vorstand führt die Geschäfte und ist für die Vertretung der AG zuständig. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, die Tätigkeit der AG zu überwachen. Er besteht aus mindestens drei Mitgliedern - bei börsennotierten Aktiengesellschaften aus mindestens fünf Mitgliedern - sofern die Satzung nicht eine größere Anzahl bestimmt.

 


Links zu allen Beiträgen der Serie:

Gesellschaftsrecht in Europa - Polen - Einleitung und allgemeine Informationen
Gesellschaftsrecht in Europa - Polen - Teil 1: Die polnische GmbH (z o.o.)
Gesellschaftsrecht in Europa - Polen - Teil 2: Die polnische Aktiengesellschaft (S.A.)
Gesellschaftsrecht in Europa - Polen - Teil 3: Die polnische Offene Handelsgesellschaft (sp. j.)
Gesellschaftsrecht in Europa - Polen - Teil 4: Die polnische Kommanditgesellschaft (sp. k.)
Gesellschaftsrecht in Europa - Polen - Teil 5: Die polnische Kommanditgesellschaft auf Aktien (S.K.A.)
Gesellschaftsrecht in Europa - Polen - Teil 6: Die polnische Partnerschaftsgesellschaft (sp. p.)
Gesellschaftsrecht in Europa - Polen - Teil 8: Die polnische Stiftung (fundacja)


Autor(-en):
Harald Brennecke
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Insolvenzrecht
Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht
Fachanwalt für Gewerblichen Rechtsschutz
Brennecke & Partner Rechtsanwälte Fachanwälte mbB


Kontakt: brennecke@brennecke-rechtsanwaelte.de
Stand: November 2004


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Gesellschaftsrecht in Europa - Polen - Einleitung und allgemeine Informationen
Gesellschaftsrecht in Europa - Polen - Teil 1: Die polnische GmbH (z o.o.)
Gesellschaftsrecht in Europa - Polen - Teil 2: Die polnische Aktiengesellschaft (S.A.)
Gesellschaftsrecht in Europa - Polen - Teil 3: Die polnische Offene Handelsgesellschaft (sp. j.)
Gesellschaftsrecht in Europa - Polen - Teil 4: Die polnische Kommanditgesellschaft (sp. k.)
Gesellschaftsrecht in Europa - Polen - Teil 5: Die polnische Kommanditgesellschaft auf Aktien (S.K.A.)
Gesellschaftsrecht in Europa - Polen - Teil 6: Die polnische Partnerschaftsgesellschaft (sp. p.)
Gesellschaftsrecht in Europa - Polen - Teil 8: Die polnische Stiftung (fundacja)


Über die Autoren:

Harald Brennecke, Rechtsanwalt, Fachanwalt für Gewerblichen Rechtsschutz

Portrait Harald-Brennecke

Rechtsanwalt Harald Brennecke ist im Datenschutzstrafrecht als Strafverteidiger tätig.

Rechtsanwalt Brennecke hat zum Datenschutzrecht veröffentlicht:

  • „17 UWG – Betriebsgeheimnisse und Verrat durch (ehemalige) Mitarbeiter“, 2015, Verlag Mittelstand und Recht, ISBN 978-3-939384-38-0
  • "Einführung in das Datenschutzrecht", Kapitel im E-Business Handbuch für Entscheider, 2. Aufl., ISBN 3.540-43263-9, 2002, Springer-Verlag

Folgende Veröffentlichung von Rechtsanwalt Brennecke ist in Vorbereitung:

  • Einführung in das Datenschutzstrafrecht

Rechtsanwalt Brennecke war an der IHK Karlsruhe als Dozent für Datenschutzrecht tätig. Er ist Dozent für Datenschutzrecht an der DMA Deutsche Mittelstandsakademie.

Er bietet Schulungen, Vorträge und Seminare zu den Themen:

  • Schutz von Kundenadressen und Geschäftsgeheimnissen – 17 UWG in Theorie und Praxis
  • Datenschutzstrafrecht
  • Datenschutz in Franchisesystemen – Die unterschätzte Gefahr für Franchisesysteme

Kontaktieren Sie Rechtsanwalt Harald Brennecke unter:
Mail: brennecke@brennecke-rechtsanwaelte.de
Telefon: 0721-20396-28

 

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