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Die Kleine AG als Rechtsform für die Unternehmensnachfolge - Teil II


Autor(-en):
Harald Brennecke
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Insolvenzrecht
Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht
Fachanwalt für Gewerblichen Rechtsschutz
Brennecke & Partner Rechtsanwälte Fachanwälte mbB




1) Vorteile



- Zugang zur Börse


Ein bedeutender Vorteil der kleinen AG ist die Möglichkeit des Börsengangs. Die kleine AG bietet die Möglichkeit in Schritten den Gang zur Börse zu ermöglichen. Dies ist vor allem für mittelständische Unternehmen von Vorteil, da diese oft über geringes Eigenkapital verfügen. Die geringe Eigenkapitalquote führt aufgrund des fehlenden Wachstums häufig zu einer tendenziell höheren Krisenanfälligkeit. Aufgrund der Möglichkeit des Börsengangs besteht eine einfache Möglichkeit zur Kapitalbeschaffung.

- Management


Die Vorstandsmitglieder einer AG sind- im Gegensatz zur GmbH- nicht weisungsgebunden. Dies macht die Zusammenarbeit mit qualifizierten Vorstandsmitgliedern einfacher.

- Beschränkte Haftung


Gemäß § 1 Abs. 1 S. 2 AktG können Gläubiger zur Haftung nur das Gesellschaftsvermögen heranziehen.

- Anonymität


Abgesehen von der Ein-Personen AG (vgl. § 42 AktG) genießen die Aktionäre Anonymität.

- Einfache Anteilsübertragung


- Möglichkeit der Mitarbeiterbeteiligung


Es können Aktien an Mitarbeiter ausgegeben werden. Dies steigert die Motivation und gibt dem Mitarbeiter das Gefühl im Unternehmen mitwirken zu können.

- Image


Für Kreditinstitute wirken AG’s aufgrund der strengen Kontrollmechanismen positiver.


2 ) Nachteile



- Bei der kleinen AG ist – wie bei der großen AG – ein Grundkapital von mindestens 50.000 Euro erforderlich. Im Gegensatz dazu ist das Grundkapital der GmbH 25.000 Euro.
- Der Grundsatz der Satzungsstrenge ist ein weiterer Nachteil für Gründer einer kleinen AG (Vgl. § 23 Abs. 5 AktG). Bei der GmbHG herrscht weitgehend Satzungsfreiheit. Folglich bietet die GmbH mehr Möglichkeiten zur Gestaltung. Im Aktienrecht gibt es nur die Gestaltungsspielräume, welche gesetzlich normiert sind.

Fazit: Trotz der Änderung im Aktiengesetz zu Gunsten der kleinen AG ist bei umfassender Würdigung dies nicht unbedingt die passende Rechtsform für mittelständische Unternehmen. Trotzdem ist sie nicht völlig außer Acht zu lassen und sollte gegebenenfalls zumindest in Betracht gezogen werden.


Links zu allen Beiträgen der Serie:

Die Kleine AG als Rechtsform für die Unternehmensnachfolge
Die Kleine AG als Rechtsform für die Unternehmensnachfolge - Teil II
Die Kleine AG als Rechtsform in der Unternehmensnachfolge Teil III: Unternehmensnachfolge
Die Kleine AG als Rechtsform in der Unternehmensnachfolge Teil IV: Umwandlung in eine AG


Autor(-en):
Harald Brennecke
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Insolvenzrecht
Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht
Fachanwalt für Gewerblichen Rechtsschutz
Brennecke & Partner Rechtsanwälte Fachanwälte mbB




Kontakt: brennecke@brennecke-rechtsanwaelte.de
Stand: August 2012


Wir beraten Sie gerne persönlich, telefonisch oder per Mail. Sie können uns Ihr Anliegen samt den relevanten Unterlagen gerne unverbindlich als PDF zumailen, zufaxen oder per Post zusenden. Wir schauen diese durch und setzen uns dann mit Ihnen in Verbindung, um Ihnen ein unverbindliches Angebot für ein Mandat zu unterbreiten. Ein Mandat kommt erst mit schriftlicher Mandatserteilung zustande.
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Über die Autoren:

Harald Brennecke, Rechtsanwalt

Portrait Harald-Brennecke

Rechtsanwalt Harald Brennecke ist Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht sowie Fachanwalt für Insolvenzrecht.

Er berät, vertritt und begleitet Gesellschafter, Geschäftsführer und Unternehmen bei

  • Rechtsformwahl
  • Wahl des Firmennamens
  • Gesellschaftsgründungen:
    z.B. Beratung zu Gesellschaftskonzepten, Gestaltung von Gesellschaftsverträgen, Geschäftsführerverträgen, Handelsregisteranmeldungen, Vorbereitung und Begleitung  bei Notarterminen 
  • Auseinandersetzungen zwischen Gesellschaftern
  • Liquidation von Gesellschaften
  • Firmenkäufen
  • Due Diligence
  • Geschäftsführerverträgen
  • Sanierung, Insolvenzvermeidung und Insolvenzbegleitung:
    Harald Brennecke ist seit 1999 im Bereich der Unternehmenssanierung tätig. Als Fachanwalt für Insolvenzrecht berät und begleitet er Sanierungen und betreut Geschäftsführer und Gesellschafter bei Firmeninsolvenzen. Er unterstützt Geschäftsführer in der Unternehmenskrise hinsichtlich der für sie bestehenden Haftungsrisiken sowie Gesellschafter im Interesse der Wahrung der Unternehmenswerte. Er unterstützt bei der Suche nach Investoren und Wagniskapitalgebern (venture capital), begleitet Verhandlungen und erstellt Investorenverträge.


Rechtsanwalt Harald Brennecke hat im Gesellschaftsrecht und Insolvenzrecht veröffentlicht:

  • "Das Recht der GmbH", Verlag Mittelstand und Recht, 2015, ISBN 978-3-939384-33-5
  • "Der Gesellschaftsvertrag der GmbH - Die GmbH-Satzung in Theorie und Praxis", 2015, Verlag Mittelstand und Recht, ISBN 978-3-939384-40-3
  • "Der Unternehmenskauf -  Rechtliche Risiken bei Kauf und Verkauf mittelständischer Unternehmen", 2014, Verlag Mittelstand und Recht, ISBN 978-3-939384-18-2
  • "Die Haftung des GmbH-Geschäftsführers", 2014, Verlag Mittelstand und Recht, ISBN 978-3-939384-29-8
  • "Gesellschaftsrecht in der Insolvenz", 2014, Verlag Mittelstand und Recht, ISBN 978-3-939384-26-7
  • "Die Limited in der Insolvenz", 2014, Verlag Mittelstand und Recht, ISBN 978-3-939384-34-2
  • "Der Insolvenzplan – Sanierungsinstrument in der Insolvenz", 2007, Verlag Mittelstand und Recht, ISBN 978-3-939384-03-8
  • "Die Regelinsolvenz - Insolvenz für Unternehmer und Unternehmen", 2014, Verlag Mittelstand und Recht, ISBN 978-3-939384-07-6
  • "Gesellschafterinteressen in der Publikums-KG: Auskunftsrechte der Kommanditisten einer Publikums-KG gegen Treuhänder“, 2014, Verlag Mittelstand und Recht, ISBN 978-3-939384-28-1
  • "Die Gesellschafterversammlung: Ein Leitfaden", Harald Brennecke und Dipl.-Jur. Marc Schieren, M. L. E., 2016, Verlag Mittelstand und Recht, www.vmur.de, ISBN 978-3-939384-50-2
  • "Arztpraxis – Kauf und Übergang", Harald Brennecke und Michael Kaiser, 2016, Verlag Mittelstand und Recht, www.vmur.de, ISBN 978-3-939384-54-0

Folgende Veröffentlichungen von Rechtsanwalt Brennecke sind in Vorbereitung:

  • Die Due Diligence – Rechtliche Prüfung beim Unternehmenskauf
  • Die Liquidation der Kapitalgesellschaft
  • Die Unternehmergesellschaft (UG)

Harald Brennecke ist Dozent für Gesellschaftsrecht und Insolvenzrecht an der DMA Deutsche Mittelstandsakademie und Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Insolvenzrecht im DeutscherAnwaltVerein.  
Er bietet Schulungen, Vorträge und Seminare unter anderem zu den Themen:

  • Gesellschaftsrecht für Steuerberater und Unternehmensberater – Grundlagen des Gesellschaftsrechts
  • Gesellschaftsvertragsgestaltung – Grundlagen und Risiken
  • Die Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) – kleine Chance, großes Risiko
  • Welche Gesellschaftsform ist die Richtige? Vor- und Nachteile der Rechtsformen für Unternehmer
  • Geschäftsführerhaftung – Geschäftsführung von Kapitalgesellschaften; das letzte große Abenteuer der westlichen Zivilisation
  • Insolvenzrecht für Gründer und lebende Unternehmen: Aus Insolvenzen anderer lernen heißt das eigene Insolvenzrisiko zu vermeiden
  • Unternehmenssanierung: Kopf aus dem Sand! Wer zu spät reagiert, reagiert nie wieder.
  • Insolvenzrecht für Steuerberater – Grundlagen des Insolvenzrechts für Steuerberater und Wirtschaftsprüfer
  • Insolvenzrecht für Unternehmensberater – Sanierungschancen erkennen und wahren
  • Insolvenzberatung: das (enorme) Haftungsrisiko des Sanierungsberaters

Kontaktieren Sie Rechtsanwalt Harald Brennecke unter:
Mail: brennecke@brennecke-rechtsanwaelte.de
Telefon: 0721-20396-28

 

Normen: § 1 AktG, § 42 AktG, § 23 AktG
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