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Insolvenzanfechtung - Teil 5 - Zeitliche Rückwirkung der Anfechtung

Das Recht der Anfechtung in der Insolvenz - Rückwirkungszeiträume

3. Zeitliche Rückwirkung

Die einzelnen Anfechtungstatbestände der §§ 130 – 137 InsO unterscheiden sich neben den speziellen Anfechtungsvoraussetzungen vor allem im Aspekt der zeitlichen Rückwirkung. Die maximal mögliche Rückwirkungszeitraum ab Stellung des Insolvenzantrages staffelt sich folgt:

Rückwirkung Tatbestand InsO Bezeichnung
Nach Antrag § 130 Abs. 1 Nr. 2 Kongruente Deckung
§ 131 Abs. 1 Nr. 1 Inkongruente Deckung ohne Zahlungsunfähigkeit
§ 132 Abs. 1 Nr. 2 Unmittelbar benachteiligende Rechtshandlungen
§ 133 Abs. 1 Vorsätzliche Gläubigerbenachteiligung
§ 136 Rückgewähr an stillen Gesellschafter
1 Monat vor Antrag § 131 Abs. 1 Nr. 1 Inkongruente Deckung ohne Zahlungsunfähigkeit
3 Monate vor Antrag § 130 Abs. 1 Nr. 1 Kongruente Deckung bei Zahlungsunfähigkeit
§ 131 Abs. 1 Nr. 2 Inkongruente Deckung
§ 131 Abs. 1 Nr. 3 Inkongruente Deckung
§ 132 Abs. 1 Nr. 1 Unmittelbar benachteiligende Rechtshandlungen
1 Jahr vor Antrag § 135 Nr. 2 Befriedigung kapitalersetzender Darlehen
§ 136 Rückgewähr an stillen Gesellschafter
2 Jahre vor Antrag § 133 Abs. 2 Vorsätzliche Gläubigerbenachteiligung zugunsten Nahestehender
4 Jahre vor Antrag § 134 Abs. 1 Schenkung / unentgeltliche Leistung
10 Jahre vor Antrag § 133 Abs. 1 Vorsätzliche Gläubigerbenachteiligung
§ 135 Nr. 1 Sicherung kapitalersetzender Darlehen

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Stand: Mai 2026


Normen: 130 InsO, 131 InsO, 132 InsO, 133 InsO, I34 InsO, 135 InsO, 136 InsO

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