Leitlinien: Deutsches Lebensmittelbuch und Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)
Leitsätze Deutsches Lebensmittelbuch
Die Leitsätze des Deutschen Lebensmittelbuchs definieren die Standards, die von allen Akteuren der Lebensmittelproduktion sowie den Verbrauchern in Bezug auf bestimmte Lebensmittel erwartet werden.
Sie regeln, welche Eigenschaften zum Beispiel wie Zusammensetzung, Qualität und Verarbeitung als maßgeblich anzusehen sind.
Die Leitsätze sind nicht rechtsverbindlich, dienen jedoch als anerkannte Orientierung für Hersteller und Verbraucher. Sie ergänzen die gesetzlichen Vorgaben.
Die Leitsätze wurden von der Deutschen Lebensmittelbuch-Kommission erarbeitet. Diese setzt sich zusammen aus Vertretern der Wissenschaft, dem Verbraucherschutz, der Lebensmittelüberwachung und Lebensmittelwirtschaft.
Ihr Ziel ist es, Verbrauchererwartungen und redliche Handelspraktiken zu vereinen und auf diese Weise Transparenz und Sicherheit zu fördern.
Die Leitsätze lauten beispielsweise:
Beispiel:
- Speiseeis: Speiseeis ist eine Zubereitung, die während des Herstellungsprozesses durch Gefrieren eine feste oder pastenartige Konsistenz erhält, in gefrorenem Zustand verkauft wird und für den Verzehr in dieser Form bestimmt ist.
- Bulgursalat: typische Zutaten sind gegarter Bulgur, sowie optional weitere Zutaten wie Gemüse (z.B. Paprika), Hülsenfrüchte (z.B. Kidneybohnen, Kichererbsen), Obst und würzende Bestandteile.
- Mandelstollen: Mandelstollen enthalten mindestens 20kg Mandeln pro 100kg Getreideprodukte und/oder Stärken. Trockenfrüchte, auch Citronat und Orangeat dürfen ebenfalls zugesetzt werden.
- Kartoffelsalat: Übliche Zutaten sind gegarte Kartoffeln ohne Schale (mind. 50% Anteil) sowie gegebenenfalls weitere Zutaten wie Gurken, Zwiebeln, Fleischerzeugnisse oder Eier sowie Zutaten mit würzendem Charakter.
- Wiener Schnitzel: Wiener Schnitzel ist paniertes Kalbsschnitzel. Auf Wiener Art zubereitete Schnitzel von anderen Tierarten sind entsprechend zu kennzeichnen.
Bundesinstitut für Risikobewertung
Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat die Aufgabe, die Gesundheit der Verbraucher zu schützen und Risiken im Bereich der Lebensmittel- und Produktsicherheit zu bewerten.
Das BfR arbeitet wissenschaftsbasiert und unabhängig. Ziel der Arbeit des BfR ist es, potenzielle Risiken bei Lebensmitteln und Produkten frühzeitig zu erkennen und so Verbraucher zu schützen. Die Empfehlungen des BfR fließen in die Gestaltung von Sicherheitsstandards ein und beeinflussen Gesetzgebungen sowie Vorschriften auf nationaler und europäischer Ebene.
Die Arbeit des BfR ist für die Lebensmittelindustrie wichtig, um sicherzustellen, dass Produkte sicher und frei von gesundheitsschädlichen Stoffen sind.
Sie bieten für Unternehmen Orientierung dahingehend, wie sie ihre Produkte kennzeichnen und welche Inhaltsstoffe sie vermeiden sollten, um den gesetzlichen Standards zu entsprechen.
Tätigkeitsbereiche des BfR sind unter anderem:
- Produktsicherheit: Um die Sicherheit von Produkten zu gewährleisten werden die Risiken von Alltagsgegenständen wie Spielzeugen oder Kosmetika untersucht.
- Chemikaliensicherheit: Das BfR überprüft auch die Auswirkungen von Chemikalien auf die Gesundheit und Umwelt.
- Lebensmittelsicherheit: Aufgabe des BfR ist es auch, Risiken, die durch Lebensmittel wie Schadstoffe, Pestizide oder Krankheitserreger entstehen können, zu bewerten.
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