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Mezzanine-Kapital: Möglichkeit zur bankenunabhängigen Kapitalbeschaffung

Die aktuelle Bank- und Finanzmarktkrise betrifft auch viele mittelständische Unternehmen, die nur eine schwache Eigenkapitalausstattung haben und Kapitalmittel für unternehmerische Visionen und Projekte benötigen. Die Möglichkeit zur Kapitalbeschaffung von Banken ist schon seit 2007 vor dem Hintergrund der Baseler Eigenkapitalvereinbarung (Basel II) schwierig. Angesichts des tief greifenden Wandels im Finanzsektor gewinnen alternative Finanzierungsformen für den Mittelstand mehr und mehr an Bedeutung, da Banken mit der Kreditvergabe oft zurückhaltend sind. Unternehmen sollten daher prüfen, ob für sie die Möglichkeit zur bankenunabhängigen Kapitalbeschaffung durch Mezzanine-Kapital der eine Alternative ist.

In der Unternehmensfinanzierung steht die Bezeichnung Mezzanine-Kapital für Finanzierungsformen, die bilanziell eine Stellung zwischen dem Eigen- und dem Fremdkapital einnehmen. Der Begriff „Mezzanine“ stammt aus dem italienischen und ist abgeleitet aus der Architektur im Sinne von „Zwischengeschoss“. Die gesetzlichen Regelungen der Ausgestaltungsmöglichkeiten von Mezzanine-Kapital sind marginal, so dass flexible und optimale Finanzierungslösungen z.B. in Hinblick auf Laufzeiten, Kündigung, Rückzahlungsmodalitäten, Gewinn- und Verzinsungsregelungen bestehen.

Erscheinungsformen des Mezzannine-Kapital
Mezzanine-Kapital kann eigenkapitalähnlichen (sog. Equity Mezzanine) als auch fremdkapitalähnlichen (sog. Debt Mezzanine) Charakter haben. Eigenkapitalcharakter hat das Mezzanine-Kapital in Form von Genussrechten, wertpapierverbrieften Genussscheinen, stillen Beteiligungen, Vorzugsaktien und als Equity Linked Zero Bonds. Fremdkapitalcharakter besitzt das Mezzanine-Kapital hingegen bei nachrangigen oder partiarischen Darlehen, Wandelschuldverschreibung, Optionsanleihe oder durch Gesellschaftsdarlehen, unbesichertes Darlehen, High-Yield-Bonds und Going-Public-Optionsanleihe. Da Mezzanine-Kapital mit Fremdkapitalcharakter in der Regel bilanziell als Verbindlichkeit zu erfassen sind, sollte die Form des Equity Mezzanine in Form von stillen Beteiligungen oder Genuss-Kapital gewählt werden. Die weitere Ausführung beschränkt sich daher auf diese Formen.

Vorteile und Nachteile mezzaniner Finanzierungsformen
Wesentliches Merkmal ist die Nachrangigkeit des Mezzanine-Kapitals gegenüber Fremdkapital. Das heißt, im Falle der Insolvenz werden die Mezzanine-Geber erst nach den übrigen Gläubigern bedient, aber vor den Eigenkapitalgebern. Außerdem bedeutet nachrangig, dass der Kapitalgeber keine dinglichen Sicherheiten in Form z.B. von Immobilien oder Waren erhält. Zudem erfolgt eine Stärkung der Eigenkapital-Position, wodurch sich die Bilanzstruktur und damit die Bonität und das Rating des Unternehmens verbessern. Auch ist die Einflussnahme der Mezzanine-Geldgeber begrenzt, da die Gesellschafterstruktur grundsätzlich nicht verändert wird. Der Geldgeber hat damit keine gesellschaftsanteilsbedingte Stimmberechtigung und Kontrollrechte im Unternehmen.
Als Nachteile der Mezzanine-Finanzierung ist die höhere Verzinsung im Vergleich zur klassischen Kreditfinanzierung zu nennen, welcher aus dem höheren Risiko des Kapitalgebers resultiert. Hierzu ist ein stabiler, nachhaltiger Cashflow nötig, damit der Kapitaldienst bedient werden kann. Weiterhin ist die Endfälligkeit zu beachten. Die Kapitalüberlassung ist im Vergleich zum „echten“ Eigenkapital grundsätzlich zeitlich befristet.

Der Mezzanine-Kapital-Markt
Mit Ausnahme der Rechtsform der GbR können grundsätzlich alle Unternehmen Mezzanine-Kapital einwerben. Dabei ist die Größe des Unternehmens nicht entscheidend; auch kleine und mittelständische Unternehmen steht der Markt offen. Da die Kapitalgeber vom Unternehmen und der anstehenden Investition überzeugt werden müssen, kommt für Umschuldungs- oder Turn-around-Finanzierungen das Mezzanine-Kapital meist nicht in Betracht und auch Unternehmen in wachstumsschwachen Branchen oder Existenzgründer haben es oft schwer, Kapitalgeber zu finden. Jeder Einzelfall muss hier gesondert betrachtet werden.

Vom Umfang der Kapitalbeschaffung in Höhe und in Bezug auf die Anzahl der Anteile ist abhängig, ob nach dem Wertpapier-Verkaufsprospektgesetz vom Unternehmen zugleich auch ein Beteiligungsverkaufsprospekt herausgeben werden muss oder nicht.

Über die Möglichkeit der bankenunabhängigen Kapitalbeschaffung in Form des Mezzanine-Kapital sowie die notwendigen Schritte zum Einwerben des Kapitals sollten sich interessierte Unternehmen an eine entsprechend spezialisierte Rechtsanwaltskanzlei wenden.

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Stand: 10/2008


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Portrait Carola-Ritterbach Carola Ritterbach, Rechtsanwältin, Fachanwältin für Bank- und Kapitalmarktrecht

Rechtsanwältin Carola Ritterbach arbeitet seit vielen Jahren im Bereich des Bankrechts. Sie ist Fachanwältin für Bank- und Kapitalmarktrecht. Sie unterstützt Verbraucher und Unternehmer in jeglichen Bereichen, in denen Schwierigkeiten mit ihren Banken aufgetreten sind oder drohen aufzutreten.

Beispiele aus dem Tätigkeitsbereich von Rechtsanwältin Carola Ritterbach:

  • Beratung und Vertretung von Bankkunden bei allen Fragen hinsichtlich Darlehensverträgen, Kreditsicherheiten, wie beispielsweise Bürgschaften oder Grundschulden und Kapitalanlagen wie z.B. Wertpapiere oder Fonds
  • Durchsetzung von Schadensersatz- und Rückabwicklungsansprüchen bei Bankberatungsfehlern, z.B. beim Abschluss von offenen oder geschlossenen Immobilienfonds, Schiffsfonds, Zinsdifferenzgeschäften, Swapverträgen etc.
  • Beratung bei Fragen zur Anlagevermittlung und Prospekthaftung
  • Rückabwicklung von Bankanlageprodukten, die sich im Nachhinein als Verlust erweisen
  • Abwehr von Ansprüchen aus sittenwidrigen Angehörigen-Bürgschaften oder Darlehensmitübernahmen
  • Abwehr von Forderungen aus unzulässigen Klauseln in Bankverträgen
  • Rückabwicklung unberechtigter Gebührenzahlungen an Banken
  • Widerruf und Rückabwicklung von Immobiliendarlehen aufgrund fehlerhafter Widerrufserklärungen
  • Abwicklung von Leasingverträgen
  • Begleitung bei Sanierungen notleidender Finanzierungen
  • Unterstützung bei allen Fragen rund um das Girokonto, Sparbuch und dem elektronischen Zahlungsverkehr Wahrung des Bankgeheimnisses und Beanspruchung von Bankauskünften
  • Beratung und Vertretung im Bereich des Factorings

Rechtsanwältin Carola Ritterbach hat im Bankrecht veröffentlicht:

  • Die Beraterhaftung im Kapitalmarktrecht, 2015, Verlag Mittelstand und Recht, ISBN 978-3-939384-30-4
  • Kreditsicherheiten, 2015, Verlag Mittelstand und Recht, www.vmur.de, ISBN 978-3-939384-27
  • Kreditzinsen und Vorfälligkeitsentschädigung - Gewinn- und Schadensberechnung der Banken, 2015, Verlag Mittelstand und Recht, www.vmur.de, ISBN 978-3-939384-45-8
  • Bankvertragsrecht, 2014, Verlag Mittelstand und Recht, www.vmur.de, ISBN 978-3-939384-32-8
  • Kreditvertragsrecht, 2014, Verlag Mittelstand und Recht, www.vmur.de, ISBN 978-3-939384-35-9
  • Leasingrecht – Einführung in das Recht des Leasings, ISBN 978-3-939384-25-0, 2014, Verlag Mittelstand und Recht

 

Rechtsanwältin Ritterbach ist Dozentin für Bank- und Kapitalmarktrecht an der DMA Deutsche Mittelstandsakademie sowie Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Bank- und Kapitalmarktrecht im Deutschen Anwaltsverein.

Rechtsanwältin Ritterbach bietet Schulungen, Vorträge und Seminare zu den Themen:

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  • Pflichten und Haftung bei der Anlageberatung - Welche Rechte haben Sie gegenüber Ihrer Bank?
  • Bankstrategien von Unternehmen – u.a.: Zweibankenstrategie, die passende Bank für Ihr Geschäft
  • Die Abrechnung von Leasingverträgen - Was Leasinggesellschaften dürfen und worauf Sie achten sollten
  • Der Verkauf von notleidenden Krediten – Was darf Ihre Bank und was nicht
  • Datenschutz im Bankrecht – Bankgeheimnis und Bankauskünfte: Wer erfährt was?

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Rechtsanwältin Monika Dibbelt berät und vertritt Mandanten in allen Bereichen des Bank- und Kapitalmarktrechts. Im Bereich Kapitalanlegerrecht prüft Sie, ob Ansprüche gegen Vermittler, Kreditinstitute oder freie Anlageberater wegen Beratungsfehlern in Betracht kommen und macht etwaige Ansprüche außergerichtlich und gerichtlich für Sie geltend.

Ein Schwerpunkt von Rechtsanwältin Dibbelt im Bereich des Bank- und Bankvertragsrecht sind Fragestellungen rund um die Rechtmäßigkeit und Inanspruchnahme aus Darlehensverträgen, Krediten und Bürgschaften. Durch ihre Tätigkeit im Insolvenzrecht hat Frau Rechtsanwältin Dibbelt regelmäßig insbesondere auch immer wieder mit Fragen zur Verrechnung von Haben und Salden bei Kreditinstituten sowie der Berücksichtigung einer Inanspruchnahme aus (persönlichen und sachlichen) Sicherheiten im Rahmen von Insolvenzen zu tun.

Kreditsicherheiten sowie die Gestaltung klassischer Formen der Fremdkapitalfinanzierung, Mezzanine- und strukturierter Finanzierungen bilden einen weiteren Tätigkeitsschwerpunkt von Rechtsanwältin Dibbelt.

Sie unterstützt ihre Mandanten auch bei Kontenpfändungen durch Einrichtung von P-Konten bzw. eines Antrages auf Erhöhung des Pfändungsschutzbetrages. Derartige Pfändungsschutzanträge können nicht nur Verbraucher sondern auch Selbständige stellen.

Darüber hinaus berät und prüft Frau Rechtsanwältin Dibbelt, ob für eine Erlaubnis der Finanzaufsichtsbehörde (BaFin) erforderlich ist und erstellt ggf. die notwendigen Anträge.

Rechtsanwältin Monika Dibbelt ist Mitglied der Bankrechtlichen Vereinigung e.V.

Sie bereitet derzeit mehrere Veröffentlichungen im Bank- und Kapitalmarktrecht vor.

Rechtsanwältin Dibbelt ist Dozentin für Bank- und Kapitalmarktrecht an der DMA Deutsche Mittelstandsakademie sowie Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Bank- und Kapitalmarktrecht im Deutschen Anwaltsverein.

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  • Haftung von Vermittlern und freien Anlageberatern bei Beratungsfehlern
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