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Gesellschaftsrecht in Europa - Polen - Teil 7: Die polnische Gesellschaft des Zivilrechts (s. c.)

Die polnische Gesellschaft des Zivilrechts (s. c.)

Sie entspricht einer Gesellschaft des bürgerlichen Rechts (GbR) nach deutschem Recht. Eine Gesellschaft des Zivilrechts (spó³łka cywilna- Abkürzung s.c.) entsteht durch Zusammenschluss von mehreren (mindestens zwei) Personen zur Verfolgung eines wirtschaftlichen Zwecks .  Die Gesellschafter der Geselllschaft des Zivilrechts können sowohl natürliche als auch juristische Personen sein.  Die Gesellschaft entsteht mit dem Abschluss des Gesellschaftsvertrages.  Das polnische Recht schreibt zwar den Abschluss des Gesellschaftsvertrages in einer Schriftform vor, die Nichtbeachtung dieses Erfordernisses führt allerdings nicht zur Ungültigkeit des Gesellschaftsvertrages.  Die Gesellschaft des Zivilrechts wird zu einer offenen Handelsgesellschaft (spółka jawna) umgewandelt, wenn sie innerhalb von zwei aufeinanderfolgenden Geschäftsjahren ein Nettoeinkommen von 800.000 € erwirtschaftet. Hierzu ist eine Anmeldung beim Gerichtsregister zwingend erforderlich.  Die Gesellschaft des Zivilrechts kann keine Rechte erwerben oder Verbindlichkeiten eingehen. Dies ist nur ihren Gesellschaftern vorbehalten. Deshalb haften sie für die Schulden der Gesellschaft mit ihrem gesamten Privatvermögen.  Da die Gesellschaft des Zivilrechts den rechtlichen Status eines Unterenehmens nach polnischem Recht nicht mehr hat, kann sie demzufolge auch keine eigene Firma, sondern nur die Firma ihrer Gesellschafter haben.  Zu den Besonderheiten dieser Gesellschaftsform gehört, dass die Gesellschafter weder über ihren ideellen Anteil am Gesellschaftsvermögen noch über einzelne Gegenstände verfügen können. Jeder Gesellschafter ist zur Geschäftsführung berechtigt und verpflichtet, soweit der Gesellschaftsvertrag keine abweichende Regelung enthält.  Mangels abweichender Bestimmungen im Gesellschaftsvertrag ist auch jeder Gesellschafter zur Vertretung der Gesellschaft in den Grenzen seiner Geschäftsführungsmacht ermächtigt. Am Gewinn und Verlust ist jeder zu gleichen Teilen beteiligt. Die Höhe der Einlage spielt dabei keine Rolle. Im Gesellschaftsvertrag kann die Frage der Gewinn – und Verlustbeteiliugung abweichend geregelt werden.Hinsichtlich der Kündigung gilt:  Wurde die Gesellschaft für eine unbestimmte Zeit gegründet, kann sie von jedem Gesellschafter zum Ende des Geschäftsjahres mit einer dreimonatigen Frist gekündigt werden.  Die fristlose Kündigung ist nur beim Vorliegen eines wichtigen Grundes zulässig.


Kontakt: brennecke@brennecke-rechtsanwaelte.de
Stand: Juni 2005


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Über die Autoren:

Harald Brennecke, Rechtsanwalt

Portrait Harald-Brennecke

Rechtsanwalt Harald Brennecke ist Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht sowie Fachanwalt für Insolvenzrecht.

Er berät, vertritt und begleitet Gesellschafter, Geschäftsführer und Unternehmen bei

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  • Wahl des Firmennamens
  • Gesellschaftsgründungen:
    z.B. Beratung zu Gesellschaftskonzepten, Gestaltung von Gesellschaftsverträgen, Geschäftsführerverträgen, Handelsregisteranmeldungen, Vorbereitung und Begleitung  bei Notarterminen 
  • Auseinandersetzungen zwischen Gesellschaftern
  • Liquidation von Gesellschaften
  • Firmenkäufen
  • Due Diligence
  • Geschäftsführerverträgen
  • Sanierung, Insolvenzvermeidung und Insolvenzbegleitung:
    Harald Brennecke ist seit 1999 im Bereich der Unternehmenssanierung tätig. Als Fachanwalt für Insolvenzrecht berät und begleitet er Sanierungen und betreut Geschäftsführer und Gesellschafter bei Firmeninsolvenzen. Er unterstützt Geschäftsführer in der Unternehmenskrise hinsichtlich der für sie bestehenden Haftungsrisiken sowie Gesellschafter im Interesse der Wahrung der Unternehmenswerte. Er unterstützt bei der Suche nach Investoren und Wagniskapitalgebern (venture capital), begleitet Verhandlungen und erstellt Investorenverträge.


Rechtsanwalt Harald Brennecke hat im Gesellschaftsrecht und Insolvenzrecht veröffentlicht:

  • "Das Recht der GmbH", Verlag Mittelstand und Recht, 2015, ISBN 978-3-939384-33-5
  • "Der Gesellschaftsvertrag der GmbH - Die GmbH-Satzung in Theorie und Praxis", 2015, Verlag Mittelstand und Recht, ISBN 978-3-939384-40-3
  • "Der Unternehmenskauf -  Rechtliche Risiken bei Kauf und Verkauf mittelständischer Unternehmen", 2014, Verlag Mittelstand und Recht, ISBN 978-3-939384-18-2
  • "Die Haftung des GmbH-Geschäftsführers", 2014, Verlag Mittelstand und Recht, ISBN 978-3-939384-29-8
  • "Gesellschaftsrecht in der Insolvenz", 2014, Verlag Mittelstand und Recht, ISBN 978-3-939384-26-7
  • "Die Limited in der Insolvenz", 2014, Verlag Mittelstand und Recht, ISBN 978-3-939384-34-2
  • "Der Insolvenzplan – Sanierungsinstrument in der Insolvenz", 2007, Verlag Mittelstand und Recht, ISBN 978-3-939384-03-8
  • "Die Regelinsolvenz - Insolvenz für Unternehmer und Unternehmen", 2014, Verlag Mittelstand und Recht, ISBN 978-3-939384-07-6
  • "Gesellschafterinteressen in der Publikums-KG: Auskunftsrechte der Kommanditisten einer Publikums-KG gegen Treuhänder“, 2014, Verlag Mittelstand und Recht, ISBN 978-3-939384-28-1
  • "Die Gesellschafterversammlung: Ein Leitfaden", Harald Brennecke und Dipl.-Jur. Marc Schieren, M. L. E., 2016, Verlag Mittelstand und Recht, www.vmur.de, ISBN 978-3-939384-50-2
  • "Arztpraxis – Kauf und Übergang", Harald Brennecke und Michael Kaiser, 2016, Verlag Mittelstand und Recht, www.vmur.de, ISBN 978-3-939384-54-0

Folgende Veröffentlichungen von Rechtsanwalt Brennecke sind in Vorbereitung:

  • Die Due Diligence – Rechtliche Prüfung beim Unternehmenskauf
  • Die Liquidation der Kapitalgesellschaft
  • Die Unternehmergesellschaft (UG)

Harald Brennecke ist Dozent für Gesellschaftsrecht und Insolvenzrecht an der DMA Deutsche Mittelstandsakademie und Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Insolvenzrecht im DeutscherAnwaltVerein.  
Er bietet Schulungen, Vorträge und Seminare unter anderem zu den Themen:

  • Gesellschaftsrecht für Steuerberater und Unternehmensberater – Grundlagen des Gesellschaftsrechts
  • Gesellschaftsvertragsgestaltung – Grundlagen und Risiken
  • Die Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) – kleine Chance, großes Risiko
  • Welche Gesellschaftsform ist die Richtige? Vor- und Nachteile der Rechtsformen für Unternehmer
  • Geschäftsführerhaftung – Geschäftsführung von Kapitalgesellschaften; das letzte große Abenteuer der westlichen Zivilisation
  • Insolvenzrecht für Gründer und lebende Unternehmen: Aus Insolvenzen anderer lernen heißt das eigene Insolvenzrisiko zu vermeiden
  • Unternehmenssanierung: Kopf aus dem Sand! Wer zu spät reagiert, reagiert nie wieder.
  • Insolvenzrecht für Steuerberater – Grundlagen des Insolvenzrechts für Steuerberater und Wirtschaftsprüfer
  • Insolvenzrecht für Unternehmensberater – Sanierungschancen erkennen und wahren
  • Insolvenzberatung: das (enorme) Haftungsrisiko des Sanierungsberaters

Kontaktieren Sie Rechtsanwalt Harald Brennecke unter:
Mail: brennecke@brennecke-rechtsanwaelte.de
Telefon: 0721-20396-28

 

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