Der Erbe haftet für die Kosten die durch die Bergung des Verstorbenen entstanden sind, Möglichkeiten die Haftung für Nachlassverbindlichkeiten zu beschränken.
Die Bergungskosten eines Verstorbenen sind, ähnlich wie Beerdigungskosten, grundsätzlich Nachlassverbindlichkeiten. Dies gilt insbesondere dann, wenn der Verstorbene aufgrund eines Unfalls zu Tode gekommen ist und Dritte Massnahmen zu seiner vermeintlichen Rettung einleiten, die eingeschalteten Rettungsdienste jedoch nur noch den Tod des Verunfallten feststellen und seinen Abtransport in ein Krankenhaus veranlassen. Die hierdurch entstehenden Kosten hat der Erbe / die Erben des Verstorbenen als Erblasserschuld zu tragen.
Nach dem Grundsatz der Erbenhaftung und Universalsukzession, auch Gesamtrechtsnachfolge, gehen mit dem Erbfall, also dem Tod des Erblassers, des Verstorbenen, nicht nur dessen Vermögen auf die Erben über, sondern auch dessen Verbindlichkeiten. Der Erbe haftet also für die Verbindlichkeiten des Erblassers, die er eingegangen ist, jedoch nicht (mehr) erfüllt hat.
Der Erbe haftet zunächst unbeschränkt, hat jedoch die Möglichkeit seine Haftung zu beschränken. Das Erbrecht sieht hierzu die Beschränkungsmittel einerseits der Nachlassverwaltung und andererseits der Nachlassinsolvenz, also des Nachlaßinsolvenz - Verfahrens vor. In beiden Fällen kommt es zu einer Trennung von Nachlaß und persönlichem Vermögen des oder der Erben. Hiermit verbunden ist jedoch neben der Absonderung des Nachlasses vom sonstigen Vermögen des oder der Erben, eine Fremdverwaltung und der Verlust über die Verfügungsbefugnis über den Nachlass.
Das Kostenrisiko für die Erben kann der Verstorbene zu Lebzeiten durch eine Unfallversicherung abdecken.
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Das Referat Erbrecht wird bei FASP betreut von:
Harald Brennecke, Rechtsanwalt
Harald Brennecke ist seit 1997 mit erbrechtlichen Mandaten befasst.
Als Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht berät er insbesondere bei der Gestaltung von Unternehmertestamenten, der Übertragung von Unternehmensanteilen und der Ausarbeitung von Unternehmererbverträgen im Hinblick auf die Sicherung der Unternehmensnachfolge. Als Fachanwalt für Insolvenzrecht berät er Erben und potenzielle Erben bei überschuldetem Nachlass in Bezug auf Erbausschlagung, Dürftigkeitseinreden und der Beantragung und Begleitung bei Nachlassinsolvenzverfahren.
Er berät weiterhin bei der Erstellung von Testamenten und der Gestaltung von Vermögensübergängen, insbesondere aus erbschaftssteuerlicher Sicht und der Auseinandersetzung von Erbengemeinschaften. Er berät bei Pflichtteilsansprüchen, Vermächtnissen sowie bei Fragen der Vorerbschaft und Nacherbschaft. Er begleitet Erben bei der Beantragung von Erbscheinen und der Abwicklung der Erbschaft.
Harald Brennecke hat im Erbrecht veröffentlicht:
- "Erbrecht – Eine Einführung“ von Harald Brennecke und Dr. Maren Augustin, Verlag Mittelstand und Recht, ISBN 978-3-939384-17-5
- „Erbschaftssteuer- und Schenkungssteuerrecht: Das Recht der Erbschafts- und Schenkungssteuer. Möglichkeiten zur Verringerung der Steuerbelastung bei Erbschaften und Schenkungen“, Verlag Mittelstand und Recht, ISBN 978-3-939384-16-8
Bereits 1999 war er Experte für Erbrecht in einer Serie von Live-Fernsehsendungen.
Rechtsanwalt Brennecke ist Dozent für Erbrecht an der DMA Deutsche Mittelstandsakademie.
Er bietet Schulungen, Vorträge und Seminare unter anderem zu den Themen:
- Erbrecht für Steuerberater – Grundlagen des Erbrechts als Basis erbschaftssteuerrechtlicher Beratung
- Der überschuldete Nachlass: Nachlassinsolvenz, Dürftigkeitseinrede oder Ausschlagung ?
- Unternehmensnachfolge erfolgreich gestalten
- Erbschaftssteueroptimierte Vermögensübertragung
Kontaktieren Sie Rechtsanwalt Harald Brennecke unter:
Mail:brennecke@brennecke-rechtsanwaelte.de
Telefon: 0721-20396-28
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