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Gesellschaftsrecht in Europa - Polen - Teil 2: Die polnische Aktiengesellschaft (S.A.)

Die polnische Aktiengesellschaft (S.A.)

1. Gründung

Die Aktiengesellschaft (spólka akcyjna) wird von einer oder mehreren Personen oder Gesellschaften gegründet und entsteht mit der Eintragung in das Gerichtsregister. Ihre Satzung muss von den Gründern unterschrieben und notariell beurkundet werden.

Das Grundkapital der AG beträgt 500.000 PLN. Eine Aktie muss einen Wert von mindestens 1 grosz (100 groszy = 1 PLN) haben. Die Haftung der Aktiengesellschaft ist auf die Höhe des Grundkapitals begrenzt.

Die Firma der AG kann frei gewählt werden. Sie muss die Bezeichnung ,,spólka akcyjna`` enthalten, abgekürzt ,,S.A.``.

2. Gründungsgesellschaft

Bereits mit dem Abschluss des Gesellschaftsvertrages kann die AG bestimmte Rechte erwerben z.B. Eigentum an Immobilien. Am Rechtsverkehr kann sie erst mit der Eintragung in das Gerichtsregister teilnehmen.

3. Mitgliedschaft des Aktionärs

Das Grundkapital der AG muss in Aktien mit gleichem Nennwert aufgeteilt sein. Die Aktien werden entweder als Inhaber- oder als Namensaktie ausgestellt. Daneben gibt es auch Stamm- und Vorzugsaktien. Letztere können besondere Rechte verbriefen z.B. eine höheren Anspruch auf Dividende. Neuerdings sind sog. Bezugsberechtigungsscheine hinzugekommen. Diese versetzen ihren Inhaber in die Lage, neue Aktien zu zeichnen oder zu übernehmen.

Der Anspruch auf Auszahlung der Dividende entsteht, wenn im jährlich anzufertigenden Finanzbericht ein Gewinn ausgewiesen ist. Darüber hinaus muss die Hauptversammlung einen Beschluss über die Ausschüttung fassen.

4. Organe der polnischen Aktiengesellschaft

Jede AG muss über eine Hauptversammlung, einen Vorstand und einen Aufsichtsrat verfügen. Die Hauptversammlung ist das oberste Organ der AG. Die ordentliche Hauptversammlung wird jährlich einberufen, wenn die Satzung es vorsieht oder der Vorstand bzw. der Aufsichtsrat es für erforderlich halten. Der Vorstand führt die Geschäfte und ist für die Vertretung der AG zuständig. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, die Tätigkeit der AG zu überwachen. Er besteht aus mindestens fünf Mitgliedern, sofern die Satzung nicht eine größere Anzahl bestimmt.


Kontakt: brennecke@brennecke-rechtsanwaelte.de
Stand: November 2004


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Über die Autoren:

Harald Brennecke, Rechtsanwalt

Portrait Harald-Brennecke

Rechtsanwalt Harald Brennecke ist Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht sowie Fachanwalt für Insolvenzrecht.

Er berät, vertritt und begleitet Gesellschafter, Geschäftsführer und Unternehmen bei

  • Rechtsformwahl
  • Wahl des Firmennamens
  • Gesellschaftsgründungen:
    z.B. Beratung zu Gesellschaftskonzepten, Gestaltung von Gesellschaftsverträgen, Geschäftsführerverträgen, Handelsregisteranmeldungen, Vorbereitung und Begleitung  bei Notarterminen 
  • Auseinandersetzungen zwischen Gesellschaftern
  • Liquidation von Gesellschaften
  • Firmenkäufen
  • Due Diligence
  • Geschäftsführerverträgen
  • Sanierung, Insolvenzvermeidung und Insolvenzbegleitung:
    Harald Brennecke ist seit 1999 im Bereich der Unternehmenssanierung tätig. Als Fachanwalt für Insolvenzrecht berät und begleitet er Sanierungen und betreut Geschäftsführer und Gesellschafter bei Firmeninsolvenzen. Er unterstützt Geschäftsführer in der Unternehmenskrise hinsichtlich der für sie bestehenden Haftungsrisiken sowie Gesellschafter im Interesse der Wahrung der Unternehmenswerte. Er unterstützt bei der Suche nach Investoren und Wagniskapitalgebern (venture capital), begleitet Verhandlungen und erstellt Investorenverträge.


Rechtsanwalt Harald Brennecke hat im Gesellschaftsrecht und Insolvenzrecht veröffentlicht:

  • "Das Recht der GmbH", Verlag Mittelstand und Recht, 2015, ISBN 978-3-939384-33-5
  • "Der Gesellschaftsvertrag der GmbH - Die GmbH-Satzung in Theorie und Praxis", 2015, Verlag Mittelstand und Recht, ISBN 978-3-939384-40-3
  • "Der Unternehmenskauf -  Rechtliche Risiken bei Kauf und Verkauf mittelständischer Unternehmen", 2014, Verlag Mittelstand und Recht, ISBN 978-3-939384-18-2
  • "Die Haftung des GmbH-Geschäftsführers", 2014, Verlag Mittelstand und Recht, ISBN 978-3-939384-29-8
  • "Gesellschaftsrecht in der Insolvenz", 2014, Verlag Mittelstand und Recht, ISBN 978-3-939384-26-7
  • "Die Limited in der Insolvenz", 2014, Verlag Mittelstand und Recht, ISBN 978-3-939384-34-2
  • "Der Insolvenzplan – Sanierungsinstrument in der Insolvenz", 2007, Verlag Mittelstand und Recht, ISBN 978-3-939384-03-8
  • "Die Regelinsolvenz - Insolvenz für Unternehmer und Unternehmen", 2014, Verlag Mittelstand und Recht, ISBN 978-3-939384-07-6
  • "Gesellschafterinteressen in der Publikums-KG: Auskunftsrechte der Kommanditisten einer Publikums-KG gegen Treuhänder“, 2014, Verlag Mittelstand und Recht, ISBN 978-3-939384-28-1
  • "Die Gesellschafterversammlung: Ein Leitfaden", Harald Brennecke und Dipl.-Jur. Marc Schieren, M. L. E., 2016, Verlag Mittelstand und Recht, www.vmur.de, ISBN 978-3-939384-50-2
  • "Arztpraxis – Kauf und Übergang", Harald Brennecke und Michael Kaiser, 2016, Verlag Mittelstand und Recht, www.vmur.de, ISBN 978-3-939384-54-0

Folgende Veröffentlichungen von Rechtsanwalt Brennecke sind in Vorbereitung:

  • Die Due Diligence – Rechtliche Prüfung beim Unternehmenskauf
  • Die Liquidation der Kapitalgesellschaft
  • Die Unternehmergesellschaft (UG)

Harald Brennecke ist Dozent für Gesellschaftsrecht und Insolvenzrecht an der DMA Deutsche Mittelstandsakademie und Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Insolvenzrecht im DeutscherAnwaltVerein.  
Er bietet Schulungen, Vorträge und Seminare unter anderem zu den Themen:

  • Gesellschaftsrecht für Steuerberater und Unternehmensberater – Grundlagen des Gesellschaftsrechts
  • Gesellschaftsvertragsgestaltung – Grundlagen und Risiken
  • Die Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) – kleine Chance, großes Risiko
  • Welche Gesellschaftsform ist die Richtige? Vor- und Nachteile der Rechtsformen für Unternehmer
  • Geschäftsführerhaftung – Geschäftsführung von Kapitalgesellschaften; das letzte große Abenteuer der westlichen Zivilisation
  • Insolvenzrecht für Gründer und lebende Unternehmen: Aus Insolvenzen anderer lernen heißt das eigene Insolvenzrisiko zu vermeiden
  • Unternehmenssanierung: Kopf aus dem Sand! Wer zu spät reagiert, reagiert nie wieder.
  • Insolvenzrecht für Steuerberater – Grundlagen des Insolvenzrechts für Steuerberater und Wirtschaftsprüfer
  • Insolvenzrecht für Unternehmensberater – Sanierungschancen erkennen und wahren
  • Insolvenzberatung: das (enorme) Haftungsrisiko des Sanierungsberaters

Kontaktieren Sie Rechtsanwalt Harald Brennecke unter:
Mail: brennecke@brennecke-rechtsanwaelte.de
Telefon: 0721-20396-28

 







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